Die Hanauer Gruppe von Amnesty International trauert um Ingeborg Technau (unsere „Burgi“). Sie hat über mehrere Jahrzehnte unserer Gruppe angehört und der Einsatz für internationalen Menschenrechtsschutz war eines ihrer Lebensthemen. Ihr lagen besonders der Schutz von Flüchtlingen und Asylsuchenden, der Einsatz gegen Folter in Ländern wie der Türkei und der Kampf für die weltweite Abschaffung der Todesstrafe sehr am Herzen.
Ingeborg Technau hat jeden von uns durch diese unerschütterliche Haltung und den nie bezweifelten Glauben an den Sinn unserer Arbeit sehr inspiriert. Politisch etwas zu bewirken, andere zielstrebig aufzuklären und zum Mitmachen zu bewegen, das waren ihre ganz besondere Talente. Ihre Meinung war uns immer wichtig und sie war umgekehrt eine Gesprächspartnerin, an die man sich immer vertrauensvoll wenden konnte. Durch ihre vielen Kontakte zu Kunst- und Kulturschaffenden gewannen Aktionen unter ihrer Federführung an Bedeutung und Wirksamkeit. Sie hat eine aufrichtige und menschenwürdige Haltung nicht nur an vielen Stellen vehement eingefordert, sie hat es selbst vorgelebt und sich für Menschen in Regionen dieses Planeten stark gemacht, von denen andere zum Teil wenig gehört hatten oder hören wollten. Sie konnte auf humorvolle Art kompromisslos sein und scheute sich nie, den Finger in die Wunde zu legen, wenn es darum ging, Entrechteten ihre Stimme zu geben.
Ingeborg Technau starb am 6. September im Alter von 91 Jahren. Wir werden ihr Andenken bewahren, getreu der Forderung „Es gibt nichts Gutes – außer man tut es!“ von Bertolt Brecht.